LIGHTHOUSE Personalberatung GmbH
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Der Lebenslauf

Der Lebenslauf wird von den meisten Personalern zuerst gelesen, da dieser ein Beleg für die Kompetenzen, die beruflichen Erfahrungen und den bisherigen Werdegang des Bewerbers darstellt. Hier zeigt sich bereits, ob der Bewerber alle erforderlichen Muss-Qualifikationen mitbringt.

Entsprechend sorgfältig und aussagekräftig sollten Sie Ihren Lebenslauf gestalten und aufbauen.

Gestaltung des Lebenslaufs

Aufbau: Die tabellarische Form ist Standard und sollte folgende Anforderungen erfüllen: links Zeitangaben, rechts Fakten und alle Angaben werden vom Neuesten und dann absteigend angeführt.

Inhalt:

  1. Persönliche Daten: Vor- & Nachname, Geburtstag und -ort, vollständige Anschrift, Telefonnummer, E-Mail, Familienstand, Staatsangehörigkeit
  2. Werdegang und Berufserfahrung: In Bezug auf die angestrebte Stelle sollten Absolventen die Ausbildung und Studienschwerpunkte, Jobwechsler die aktuelle Position und Arbeitssuchende ihre besonderen Qualifikationen aufführen.
  3. Bildung: Dazu gehört Studium, Ausbildung, Schule und auch geleisteter Wehrdienst, Zivil- oder Ersatzdienst
  4. Besondere Kenntnisse: Weiterbildung, Kenntnisse, Fähigkeiten, Sprachen

All diese Daten werden zeitlich exakt eingeordnet (von aktuell absteigend) und vor allem lückenlos nacheinander aufgeführt!

  • Zeitangaben: Monatsangaben sind ausreichend
    Beispiel:  09/2013 – 06/2016 Ausbildung zur Bankkauffrau bei der Volksbank Karlsruhe
  • Tabus: Die nachfolgenden Punkte sollten im Lebenslauf nicht erwähnt werden:
    • Informationen, die für den angestrebten Job nicht relevant sind
    • Familieninformationen (Mutter: Bankkauffrau, Vater: Bankkaufmann)
    • Gehaltsvorstellungen (falls gefordert – ins Anschreiben)
    • Religiöse und politische Einstellung
    • Persönliche Kommentare zu einzelnen Punkten
    • Anrede eingangs oder Grußformel zum Schluss
  • Schlussteil: Formal sollte der Lebenslauf mit Ort, Datum und Unterschrift versehen werden.

Achtung: Falsche Angaben können, auch nach der Probezeit zur fristlosen Kündigung führen.

Berufliche Situationen formulieren

Die Aussagekraft Ihres Lebenslaufs steht und fällt mit der Darstellung Ihrer beruflichen Stationen. Schon durch den Aufbau können Sie Übersicht schaffen und den Lesefluss erleichtern.

Ein potenzieller Arbeitgeber interessiert sich beim Lesen des Lebenslaufes:

  • Bei welchem Unternehmen waren Sie tätig? Was macht dieses Unternehmen?
  • Welche Position hatten Sie dort inne?
  • Für was waren Sie zuständig und was haben Sie bewirkt?
Arbeitgeber Nennen Sie die korrekte Firmenbezeichnung und den Sitz.

Beispiel: Mustermann GmbH & Co. KG | Karlsruhe
Firmenbeschreibung Führen Sie die Geschäftstätigkeit/Branche, Anzahl der Mitarbeiter etc. an.

Beispiel: International agierendes Unternehmen aus dem Bereich Maschinenbau, mit 10.000 Mitarbeitern weltweit,120 am Standort
Position Formulieren Sie möglichst genau, welche Position Sie in der Firma inne hatten. Damit der Leser diese auf einen Blick erfassen kann, sollte die Positionsbezeichnung leicht verständlich und in Deutsch sein.

Beispiel:
Nicht: Computational Mechanic
Besser: Entwicklungsingenieur Maschinenbau
Aufgaben Zählen Sie nicht schematisch Ihre Aufgaben auf, sondern führen Sie den Nutzen an, den Sie Ihrem Arbeitgeber gebracht haben. Es geht um Ihre Leistungen und um die Ergebnisse Ihrer Arbeit.

- Verantwortlich für ...
- Aufbau der neuen ...
- Verlagerung ...
- Einführung …, dadurch Kostenreduzierung um…%

Fassen Sie sich möglichst kurz (Stichworte im Telegrammstil) und überlegen Sie sich, was für die favorisierte Stelle relevant ist und was nicht.

Tipps:

Sollten Sie in einem Unternehmen mehrere Positionen inne gehabt haben, ist es übersichtlicher, wenn Sie das Unternehmen nur einmal nennen und die verschiedenen Positionen untereinander aufführen (absteigend von der aktuellsten).

Personaler achten besonders auf Lücken im Lebenslauf, zum Beispiel längerer Urlaub, eine längere Phase der beruflichen Neuorientierung etc.  Alles was über zwei Monate hinausgeht (ohne Erklärung), wird von Personalern hinterfragt. Um mit diesen Brüchen im Lebenslauf umzugehen, gibt es zwei Möglichkeiten: Sie können die Lücke(n) mit belegbaren Argumenten belegen oder Sie gehen nicht darauf ein.