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Das persönliche Vorstellungsgespräch

Aus dem Lebenslauf und den bewerbungsrelevanten Dokumenten (Zeugnisse, Zertifikate etc.) gehen vor allem die Fachkenntnisse des Bewerbers hervor. Die Unternehmen sind aber auch an der Persönlichkeit und an den Soft Skills des Bewerbers interessiert. Umgekehrt geht es für den Bewerber darum, im Vorstellungsgespräch seinen potenziellen Arbeitgeber persönlich kennenzulernen und sich einen ersten Eindruck von diesem zu verschaffen.

Je nach Unternehmen, Branche und der zu besetzenden Stelle können die Rahmenbedingungen für ein Bewerbungsgespräch unterschiedlich sein. Als Bewerber befindet man sich nicht zwingend in einer Eins-zu-Eins-Situation. Häufig sitzt man bei einem Bewerbungsgespräch nicht nur dem Personalleiter gegenüber, sondern auch leitenden Angestellten oder zukünftigen Kollegen aus der Fachabteilung.

Vorbereitung

Eine gute Vorbereitung hilft das Selbstbewusstsein zu stärken!

  • Recherche zum Unternehmen: Um im Vorstellungsgespräch zu überzeugen, sollte man sich vorab ausreichend über das Unternehmen informieren. Meist reicht hier ein Blick auf die Unternehmenswebseite.
  • Selbstpräsentation vorbereiten: Häufig wird man zu Beginn des Bewerbungsgespräches gebeten, kurz etwas über sich zu erzählen. Hier sollte man nicht nur den Lebenslauf herunterrattern, sondern auch die praktischen Erfahrungen und fachlichen Qualifikationen erwähnen, die zur angestrebten Position passen.

Organisatorisches abklären

Sobald man die Einladung zum Vorstellungsgespräch per Mail oder telefonisch bestätigt hat, sollte man mit der Planung beginnen.

  • Anfahrt/Reise: Bei der Reiseplanung sollte man unbedingt einen Zeitpuffer einplanen (Stau, Zugverspätung etc.). Auch sollte man sich zuvor erkundigen, wie man vom Bahnhof mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zum Unternehmen kommt bzw. ob und wo es Parkmöglichkeiten gibt.
  • Mögliche Übernachtung: Wenn das Bewerbungsgespräch eine längere Anfahrt und damit eine Übernachtung erfordert, sollte man sich rechtzeitig um eine Unterkunft kümmern.
  • Kosten: Man kann sich bei der Personalabteilung erkundigen, ob das Unternehmen die Kosten für Ihre Anreise übernimmt.

Weitere Tipps:

  • Angemessene Kleidung: Informieren Sie sich über den Dresscode des Unternehmens (Personalabteilung). Bei Banken und Versicherungen liegt man mit einem Anzug richtig, in Werbeagenturen oder im Marketing geht es meist legerer zu. Die Kleidung sollte gebügelt und die Schuhe geputzt sein. Achten Sie außerdem auf eine ordentliche Frisur, gepflegte Fingernägel und dezenten Geruch (Parfum). Es kommt übrigens nicht nur auf das Outfit an, sondern auch darauf, wie man die Kleidung trägt – Stichwort Körperspannung.
  • NICHT vor dem Gespräch RAUCHEN: Vermeiden Sie es direkt vor dem Bewerbungsgespräch zu rauchen.
  • Umgangsformen: Das Benehmen ist ein wichtiger Faktor bei der Beurteilung der Persönlichkeit und der Soft Skills. Sie sollten sich allen Personen im Unternehmen (Empfang, Personen, denen Sie im Flur begegnen etc.) gegenüber höflich verhalten. Und auch wenn das Vorstellungsgespräch nicht so wie erhofft verlaufen ist, verabschieden Sie sich freundlich und bedanken Sie sich für die Zeit.
  • Pünktlichkeit: 5 bis 10 Minuten vor Gesprächsbeginn vor Ort bzw. im Unternehmen zu sein, ist völlig ausreichend. Sollten Sie bereits früher da sein, parken Sie besser in einer Nebenstraße. Firmenparkplätze sind meist in exponierter Lage und können leicht eingesehen werden.
  • Getränke annehmen: Wenn Sie etwas zu trinken angeboten bekommen, sollten Sie dieses annehmen. Am besten ist Wasser ohne Kohlensäure, damit man nicht aufstoßen muss. Stellen Sie das Glas nicht direkt zwischen sich und Ihren Gesprächspartner, sondern etwas seitlich von sich.
  • Deutlich sprechen: Sprechen Sie langsam und deutlich. Das wirkt kompetenter, als eine zu schnelle Aussprache. Zudem unterbricht es den Gesprächsfluss, wenn der Personaler die Antworten nicht richtig verstanden hat bzw. nachfragen muss.
  • Standardfragen individuell beantworten: Vermeiden Sie es, auf Standardfragen auch Standardantworten zu geben. Erfahrene Personaler merken sofort, wenn die Antworten aus Ratgebern auswendig gelernt wurden. Stellen Sie stattdessen in den Antworten immer einen Bezug zu sich, Ihrem Werdegang, der anvisierten Stelle oder zum Unternehmen her.
  • Kluge Fragen stellen: Von qualifizierten Bewerbern wird erwartet, dass diese im Vorstellungsgespräch eigene Fragen stellen. Wer das nicht tut, signalisiert Desinteresse oder Schüchternheit. Versuchen Sie intelligente bzw. relevante Fragen zu stellen. Überlegen Sie sich bereits im Vorfeld Fragen und notieren Sie diese, weitere Fragen ergeben sich im Gespräch (Fragen zur Stelle, Einarbeitung, Weiterbildungsmöglichkeiten etc.).

Phasen im Bewerbungsgespräch

Ein Bewerbungsgespräch lässt sich in der Regel in mehrere Phasen unterteilen. Den Rahmen bilden Begrüßung und Verabschiedung. Bei der Begrüßung zählt der erste Eindruck. Was nach der Begrüßung geschieht, unterliegt keiner speziell festgelegten Reihenfolge und wird maßgeblich von den Antworten bzw. dem Gesprächsverlauf bestimmt.

Meist folgt eine kleine Vorstellungsrunde, in der sich die Firmenvertreter vorstellen. Anschließend ist der Bewerber an der Reihe, etwas über sich zu erzählen.

Häufig gibt der Personaler danach einen Überblick über das Unternehmen und die zukünftige Stelle. Es kann aber auch sein, dass man gefragt wird, wie man sich den Job vorstellt. Man sollte sich also vorher gut mit der Stellenausschreibung auseinandersetzen.

Wenn der Personaler spricht, sollten Sie aktiv zuhören, denn die Unternehmenspräsentation kann wertvolle Informationen für den weiteren Gesprächsverlauf und/oder Ansatzpunkte für eigene Fragen im Bewerbungsgespräch liefern.

Im weiteren Verlauf des Gesprächs wird der Personaler mehr über die Motivation für die Bewerbung, das Interesse am Unternehmen sowie den fachlichen und persönlichen Hintergrund des Bewerbers erfahren wollen. Hier kommt es darauf an, neben seiner Motivation auch seine Stärken, Leistungen und Erfolge herauszustellen.

Spätestens am Ende des Vorstellungsgesprächs bekommt man Gelegenheit, eigene Fragen zu stellen. Dies ist ein wesentlicher Punkt im Bewerbungsgespräch, denn gute Fragen unterstreichen das Interesse an der Stelle und am Unternehmen.

Den Abschluss des Vorstellungsgespräches bildet die Verabschiedung. Selbst wenn das Gespräch nicht so wie erhofft verlaufen ist, bleiben Sie stets freundlich. Bedanken Sie sich für das Gespräch. Es ist wichtig, bis zum Schluss aufmerksam und höflich zu sein, um bei dem Arbeitgeber einen möglichst guten Eindruck zu hinterlassen.