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Das Anschreiben

Eine Bewerbung ist die Selbstdarstellung einer Person, die sich mit weiteren Bewerbern um eine Stelle bewirbt. Dies zeigt sich besonders deutlich im Anschreiben, als zentraler Bestandteil der Bewerbungsunterlagen. Das Anschreiben ist der Mittelpunkt einer jeden Bewerbung.

Die äußere Gestaltung

Ein typisches Anschreiben für die Bewerbung gliedert sich in vier Bereiche: Den Kopf bilden die Adressblöcke von Absender und Empfänger, das Datum und die Betreffzeile. Danach folgt der inhaltliche Kernabschnitt mit der Einleitung und dem Hauptteil. Am Ende befinden sich die Grußformel und eine eigenhändige Unterschrift.

Für die Form eines Anschreibens gelten bestimmte Standards:

  • DIN A4
  • Hochformat
  • Umfang nicht mehr als eine Seite!
  • Einheitliches Layout mit dem Lebenslauf (Schrifttyp, Schriftgröße etc.)
  • Betreffzeile: fett und mit Stellentitel inkl. Stellen ID
  • Linksbündig mit 2,5 bis 3 cm Abstand zum linken Rand
  • Schriftgröße: 11, maximal 12

Die inhaltliche Gestaltung

Bewerben heißt, für sich zu werben. Um in der Flut der Bewerbungen aufzufallen, brauchen Sie ein individuelles Anschreiben, das genau auf die gewünschte Stelle ausgerichtet ist. Im Anschreiben versetzen Sie sich in die Perspektive des Personalers. Helfen Sie ihm dabei, Ihre Persönlichkeit schnell einzuordnen und sich ein klares Bild von Ihnen zu verschaffen.

Sprache und Wortwahl sollten seriös sein. Argumentieren Sie klar, schlüssig und bringen Sie Ihr Anliegen auf den Punkt! Der Personaler hat weder Zeit noch Interesse, sich durch umständliche Schachtelsätze und verdrehte Formulierungen zu arbeiten. Alle Angaben einer Bewerbung sollten realistisch sein und sich stets mit den beigefügten Zeugnissen und Nachweisen decken.

Vermeiden Sie den Nominalstil und passiv formulierte Sätze mit statischen Verben. Schlecht: „In die Warenwirtschaft wurde ich eingeführt. Später wurde mir dafür die Verantwortung übertragen.“etc. Besser: „In die Warenwirtschaft arbeitete ich mich ein. Heute verantworte ich diesen Bereich.“ Aktiv formulierte Sätze mit vielen Verben klingen dynamischer, beweisen Initiative und Tatkraft. Auch unsichere Formulierungen sollten Sie vermeiden. Worte wie „glauben“, „denken“, „möchte“, „könnte“, „würde“ sind in einer gut ausformulierten Bewerbung Tabu. Orientieren Sie sich stilistisch auf keinen Fall an der Sprache in den Stellenangeboten. Referenzen und Gehaltsvorstellungen geben Sie nur dann an, wenn diese in der Stellenausschreibung verlangt werden. Nennen Sie den möglichen Eintrittstermin.

  1. Absender & Datum
  2. Betreffzeile inklusive Stellenbezeichnung und ID
  3. Anrede
  4. Einleitung: Den geeigneten Einstieg in das Anschreiben zu finden gestaltet sich nicht immer einfach. Idealerweise können Sie sich auf einen früheren Kontakt oder ein Telefonat mit dem Unternehmen, dem zuständigen Personaler etc. beziehen. Standardformulierungen, wie zum Beispiel „Hiermit bewerbe ich mich“ sollten Sie vermeiden.
  5. Hauptteil: Hier gilt es, den Leser argumentativ und emotional davon zu überzeugen, dass Sie der ideale Kandidat für die freie Stelle sind. Wer sich von der Masse abheben möchte, muss in diesem Teil der Bewerbung absolut überzeugen. In der Regel beinhaltet jede Stellenbeschreibung ein klares Anforderungsprofil. Außerdem sollten Sie in Ihrem Anschreiben einen Unternehmensbezug herstellen. Nehmen Sie sich Zeit und prüfen Sie, welche der geforderten Qualifikationen und Erfahrungen auf Sie zutreffen und welche nicht. Damit insgesamt ein positiver Eindruck entsteht, widmen Sie sich in erster Linie den Punkten, die auf Sie zutreffen und die Sie vor allen Dingen argumentativ belegen können. Nennen Sie die relevanten Informationen zu Ihrer aktuellen beruflichen Situation, erwähnen Sie Ihre Fähigkeiten und Kompetenzen: Was interessiert Sie an der Stelle? Warum möchten Sie in diesem Unternehmen tätig werden? Welche für die Stelle zentralen Kompetenzen bringen Sie mit? Natürlich ist es möglich, dass man in einem bestimmten Aufgabengebiet zwar über die theoretischen Kenntnisse (Ausbildung, Studium) verfügt, diese Qualifikation jedoch noch nicht mit praktischer Berufserfahrung untermauern kann.
  6. Softskills: Jede Stellenausschreibung beinhaltet Informationen darüber, welche persönlichen Eigenschaften der Arbeitgeber bei seinen Mitarbeitern präferiert. Ist eine ausgeprägte Teamfähigkeit oder eine unternehmerische Denk- und Handlungsweise gefragt, sollten Sie im Bewerbungsschreiben darauf eingehen. Untermauern Sie Ihre Fähigkeiten idealerweise mit Ihrem beruflichen Werdegang.
  7. Optionaler Teil: Hier beantworten Sie ggf. die im Rahmen der Ausschreibung gestellten Fragen (Gehaltsvorstellungen, Voll- oder Teilzeitbeschäftigung etc.). Wenn in der Ausschreibung Fragen gestellt werden, sollten Sie diese beantworten und nicht einfach ignorieren.
  8. Schlussteil: Den Abschluss bildet ein eher standardisierter Teil, in welchem Sie Ihre Bereitschaft erklären, für Rückfragen zur Verfügung zu stehen, sich auf die Einladung zum Bewerbungsgespräch freuen etc. Auch spezielle Wünsche Ihrerseits (z. B. Diskretion gegenüber Ihrem derzeitigen Arbeitgeber) werden in diesem Abschnitt angeführt.
  9. Grußformel und Unterschrift