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Industrie 4.0 – So holen Sie Ihre Mitarbeiter ins Boot

29. Oktober 2018 | veröffentlicht von Kristin Steinweg

Sicherlich sind Sie in den letzten Monaten vermehrt auf diesen Begriff gestoßen. Unter „Industrie 4.0“ versteht man die Bündelung von Technologien, um Produktions- und Dienstleistungsprozesse computergestützt intelligent zu steuern und übersichtlich bzw. transparent darzustellen. Industrie 4.0 wird als wichtiger Faktor gesehen, Unternehmen zukunftsfähig auszurichten.

Bestellen Sie zum Beispiel bei einem Online-Händler ein Buch, so wird dieser Auftrag sofort in das System des Online-Händlers übernommen, schnellstmöglich bearbeitet und dann das Buch umgehend an Sie geliefert. Dazu werden unter anderem die Wege optimiert, wie dieses Buch den Lagermitarbeitern zugänglich gemacht wird und auch die Paketgröße wird durch intelligente Systeme optimal voraus berechnet. Durch optische Systeme oder mittels kleinster Chips wird die Verpackung ihres Buches gekennzeichnet und, sodass beispielsweise eine Verwechslung während der Kommissionierung ausgeschlossen wird und damit das richtige Buch bei Ihnen landet. Über all diese Vorgänge sind Sie als Kunde jederzeit informiert und können im besten Fall sogar Einfluss auf den Prozess nehmen, in dem Sie z. B. nach Ihrer Bestellung noch die Lieferadresse anpassen.

Die besondere Herausforderung liegt in der Koordination der immer komplexer werdenden Prozesse zusammen mit den immer individuelleren Kundenwünschen. Hinzu kommen die voranschreitende Globalisierung gepaart mit dem sich zuspitzenden Fach- und Führungskräftemangel.
Die Zukunft vieler Unternehmen liegt in der Ausrichtung der Produktion bzw. des Dienstleistungsangebotes an die Gedankenwelt von Industrie 4.0. So werden beispielsweise hochleistungsfähige IT Infrastrukturen eingeführt und innerhalb der Produktion ganze Fertigungswege verändert.

IT, Technik und Maschinen werden also angepasst. Aber wie steht es um Ihre Mitarbeiter? Wie Sie wissen, bringt jeder Veränderungsprozess eine ganz eigene Dynamik mit sich.
Ein Teil Ihrer Mitarbeiter ist dafür sehr offen und versteht den Wandel (in dem Fall die Einbindung von intelligenten Technologien) als Chance. Naturgemäß stehen aber auch viele Mitarbeiter den Veränderungen kritisch gegenüber – ja haben sogar Angst vor den neuen Technologien.

Wir raten: Lassen Sie die für den Wechsel offenen Mitarbeiter so schnell wie möglich „spielen“ und ausprobieren. Binden Sie sie intensiv in die Zukunftsplanung Ihres Unternehmens ein. Veranstalten Sie Workshops und fördern Sie die Netzwerkbildung und damit den Austausch von veränderungswilligen Mitarbeitern. Lassen Sie Raum für V

Skeptiker und Zweifler sollten im Gegenzug die Möglichkeit bekommen, sich ebenso auszutauschen. Am Besten zuerst mit Ihnen und der Unternehmensleitung. Hören Sie genau zu: Wo liegen die Ängste der Mitarbeiter? Was lässt Sie die anstehenden Veränderungen eher negativ als positiv bewerten? Vor welchem Hintergrund machen sich die Mitarbeiter Sorgen um die Entwicklung Ihres Unternehmens?

In den meisten Fällen hilft aktives Zuhören und Verständnis für Skepsis. Dann ist es an Ihnen für Transparenz zu sorgen – welche Visionen haben Sie für die zukünftige Ausrichtung des Unternehmens? Welche Wertegrundsätze begleiten Sie bei dieser Ausrichtung? Welche Rolle / welche Verantwortung haben zukünftig die Mitarbeiter in Ihrem Unternehmen? Welche Gestaltungsmöglichkeiten wird es geben?

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