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Fair Play im Bewerbungsprozess

7. Mai 2019 | veröffentlicht von Kristin Steinweg

Fair Play im Sport meint zum einen die Anerkennung der Wettkampfregeln. Zum anderen verlangt Fair Play auch gleiche Chancen und Bedingungen für beide Mannschaften sowie einen partnerschaftlichen Umgang miteinander.

Laut einer Umfrage der Firma Softgarden legen 72,1% der Bewerber besonderen Wert auf die Augenhöhe im Gespräch, wohingegen nur 42,5% der Befragten berichtet, diese auch erlebt zu haben. Hier gibt es also noch Luft nach oben. Unserer Erfahrung nach kann die Fairness im Bewerbungsprozess heute in Zeiten des Fachkräftemangels sogar darüber entscheiden, für welches mehrerer Jobangebote sich der Bewerber letztlich entscheidet.

Wie lässt sich denn ein faires Bewerbungsverfahren gestalten? Was können Sie konkret tun? Folgende Handlungsempfehlungen haben wir für Sie:

  • Sie erwarten, dass der Bewerber pünktlich zum Gespräch erscheint? Dann ist es nur fair, dass auch Sie den Bewerber zur vereinbarten Zeit erwarten.
  • Sie erwarten, dass sich der Bewerber über Ihr Unternehmen und die Stelle informiert hat? Dann empfehlen wir Ihnen ebenfalls eine angemessene Vorbereitung auf das Gespräch.
  • Sie haben einige Fragen an den Bewerber, über seine Hintergründe und Erfahrungen? Dann räumen auch Sie genug Zeit für die Fragen des Bewerbers zu Ihrem Unternehmen ein.
  • Sie erwarten, dass der Bewerber sich genug Zeit für das Gespräch einplant? Dann halten auch Sie sich ein ausreichendes Zeitfenster offen.
  • Sie interessiert vor allem die fachliche Passung Ihres Bewerbers? Den Bewerber interessieren laut Bewerberstudie vor allem die konkrete Aufgabe und die Entwicklungsmöglichkeiten in Ihrem Unternehmen. Gehen Sie unbedingt darauf ein – mindestens genauso wie auf die Anforderungen zur Stelle.
  • Sie freuen sich, wenn der Bewerber direkt sein Interesse oder Desinteresse signalisiert statt sich bedeckt zu halten? Dann legen wir auch Ihnen ans Herz transparent zu kommunizieren und z. B. eine klare Absage schon im Gespräch zu kommunizieren statt unpersönlich per Mail.
  • Gleiches gilt für Herausforderungen und Hürden einer Position. Wenn Sie von einem Bewerber seine Schwächen erfragen möchten, ist es nur fair, auch über die „Hürden“ der Stelle zu sprechen.
  • Sie erwarten nach Ihrer Entscheidung eine schnelle Reaktion des Bewerbers? Denken Sie daran, dass auch der Bewerber nach spätestens 3 Wochen seit dem letzten Kontakt eine Rückmeldung erwartet.

Gelbe und Rote Karten gibt es im Bewerbungsprozess glücklicherweise für beide Seiten nicht. Dennoch hoffen wir Ihnen ein paar Impulse für Bewerbungsprozesse auf Augenhöhe gegeben zu haben.

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